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Poetryfilmtage 2021

Die Vorbereitungen der Internationalen Thüringer Poetryfilmtage sind in vollem Gange. Auch wir werden dieses Jahr vor allem wieder online zu sehen sein. Gleichzeitig möchten wir dem Thüringer Festivalpublikum so viele Vor-Ort-Veranstaltungen anbieten, wie es die Pandemie zulässt. Ein Höhepunkt ist die Preisverleihung zum 6. Weimarer Poetryfilmpreis am 25. September 2021. Neuigkeiten zum Festival und zum Programm findet ihr von nun an auf der Festivalwebseite: www.poetryfilmtage.de

»As an artist I have a voice …«

An interview with the Dutch animation artist Anna Eijsbouts. Last year, her film »Hate For Sale« won the Audience Award at the Weimar Poetry Film Festival and the ZEBRA Award for Tolerance. Anna tells us about how she became an animation director and gives us an insight into the making of her poetry film. Aline Helmcke: Your animated short film »Hate For Sale« investigates what makes hate so tempting to the human kind. This film seems very relevant in a time where we have to deal with the fact that hatred is growing to a frightening extent in our society. Was there a specific incident or personal event that made you choose this topic for your film? Anna Eijsbouts: Well, it just felt like the world as a whole was going down a spiral: Trump, the refugee crisis, women’s rights being questioned and taken away worldwide, democracy being tainted by extremely subjective news sources. As an artist I have a voice and in the words of Nina Simone a duty, so I knew that the …

Jandl ist wie LEGO

In Neudietendorf lebt eine Katze. Sie heißt Cachette. Cachette lebt in einem Haus neben dem Bahnhof. Wenn draußen die ICEs vorbeifahren, donnert es drinnen. Cachette stört das nicht. Sie springt auf einen Schoß. Es ist mein Schoß und der Schoß ist hier, weil ich Peter Böving gegenübersitze. Peter gehört das Haus. Hier wohnt er mit seiner Frau, hier hat seine Firma »Klötzchenkino« ihren Sitz, hier macht er Poetryfilme aus LEGO, Musikfilme, Experimentalfilme. Er war schon vieles: Theatermacher, Musiker, Hörbuchlabelchef. Er arbeitete für Werbefirmen und produzierte in einem Jahr dreißig Filme fürs virale Marketing. Und genau an dieser Stelle setzt dieses Interview ein. Wie bist du vom Werbefilm zum Poetryfilm gekommen? Irgendwann merkte ich: Die Sache ist nicht wirklich durchdacht. Du kommst nicht zum Atmen. Ich wollte aus dieser Dienstleistermühle raus, ohne aber wirklich einen Plan B zu haben. In dieser Zeit stieß ich auf einen hochgelobten LEGO-Film, und mein erster Gedanke war: In dem Genre ist mehr drin! Entweder triggern mich die ganz schlechten oder die ganz guten Filme. Mir war schnell klar: Ein LEGO-Film …