Poetryfilmpreis, Programm

Sonderprogramm »Norwegische Poesiefilme«

In den vergangenen zehn Jahren hat Norwegen einen Boom zeitgenössischer Poesiefilme erlebt. Durch die Arbeit zahlreicher Animatoren und anderer Filmemacher ist das Land zu einer festen Größe in der Poesiefilmwelt geworden.

»NORWEGISCHE POETRYFILME«

Samstag, 20. Mai 2017, 17:30–18:30 Uhr

Über viele Jahr war Ottar Ormstad der einzige Künstler, der auf dem Gebiet der digitalen und visuellen Poesie arbeitete. In den vergangenen zehn Jahren jedoch hat Norwegen einen regelrechten Boom zeitgenössischer Poesiefilme erlebt. Durch die Arbeit zahlreicher Animatoren und anderer Filmemacher ist das Land längst zu einer festen Größe in der Poesiefilmwelt geworden.

Das Screening wird von Birgit Hatlehol kuratiert. Sie ist Gründerin und Festivaldirektorin des Osloer Internationalen Poesiefestivals und Oslo Poesi Film – ein Festival der digitalen, visuellen und performativen Poesie und die größte Veranstaltung seiner Art in den nordischen Ländern.

For many years Ottar Ormstad was the only artist working within the field of digital and visual poetry. For the past ten years we’ve seen a boom in contemporary poetry film where animators and other filmmakers have put Norway on the map when it comes to contemporary poetry films.

The screening is curated by Birgit Hatlehol. She is the founder and Festival Director of Oslo international poetry festival and Oslo Poesi Film – a festival of digital, visual and performative poetry – the largest event of its kind in the Nordic countries.


DIE FILME

Sa mor / Mother said
Lise Fearnley, Kajsa Næss
Norwegen 1999
2:12 min

Wem wollen Sie gefallen, Ihrer Mutter oder einem Ameisenhaufen?

Whom would you like, your mother or an anthill?


Erkjenning / Recognition
Vidar Dahl, Joran Wærdahl
Norwegen 2011
3:00 min

Ein ganz gewöhnlicher Mittwoch. Ein Leben im Stillstand. Vergessene Erinnerungen und ein Erlebnis von großer Tragweite.

An ordinary Wednesday. Life stands still. Forgotten memories and an experience of great significance. 


Byttedagen/ Changing hands
Vidar Dahl, Jøran Wærdahl
Norwegen 2013
4:24 min

Es ist ein Sonntagsabendritual. Väter, die von ihren Familien getrennt sind, eine Reisetasche in einer Hand, ein Kind in der anderen. Sie sind auf dem Weg zur Übergabe. Ein zurückhaltender und poetischer Kurzfilm über die gemischten Gefühle kurz vor dem Ende des Papa-Wochenendes.

It’s a Sunday evening ritual. Fathers who live apart from their families, a travel bag in one hand, a child holding the other. They’re on their way to the handoff. A restrained and poetic short film about the mixed feelings shortly before the end of the Daddy weekend.


It Was Mine
Kajsa Næss
Norwegen 2015
7:53 min

Gibt es wirklich so etwas wie Zufall? R. streift durch die Buchhandlungen auf der Suche nach einem bemerkenswerten Buch, das er lesen möchte. Er findet es endlich auf unerwartete Weise. Eine spielerische und unkonventionelle Reflexion über die überraschenden Momente, wo man das Gefühl bekommt, dass alles irgendwie miteinander zusammenhängt. Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Paul Auster.

Is there really such a thing as coincidence? 

R. is scouring bookstore after bookstore in search of a remarkable book that he yearns to read. He finally finds it in the most unexpected way.

A playful and offbeat reflection on the surprising moments where you get the feeling that everything is somehow connected. Based on a short story by Paul Auster.


Mooon
Ottar Ormstad
Norwegen 2015
4:43 min

Mooon (2015) ist ein weiteres Werk des norwegischen Dichters Ottar Ormstad. Erneut wird der Zuschauer mit Buchstaben-Teppichen und einem gelbe Y konfrontiert, mit dem sich Ormstad identifiziert. Mooon basiert auf Live-Videoaufnahmen, die während Reisen in Dänemark, Schweden, Norwegen, Island, Vilnius und Berlin im Jahr 2014 auf einem Samsung S4 aufgenommen wurden. Das Video kann als eine Dokumentation der Suche nach Wasser auf dem Mond gesehen werden. Ormstad setzt auch sein mehrsprachiges Projekt mit Worten aus verschiedenen Sprachen fort – absichtlich ohne Übersetzung.

mooon (2015) is another work by Norwegian concrete poet Ottar Ormstad. Here again viewers encounter letter-carpets and a yellow y Ormstad identifies with.

mooon is based on live video footage shot on a Samsung S4 during travels in Denmark, Sweden, Norway, Iceland, Vilnius and Berlin in 2014. The video may be seen as a research for documenting water on the mooon. Ormstad also continues his multi-lingual project using words from different languages intentionally without translation. 


Bøygen 
Kristian Pedersen
Norwegen 2016
5:50 min

Peer Gynt: Wer bist du?
Der Junge: Ich selbst. Kannst du dasselbe sagen?
Der Boyg ist die Stimme, in der das Flüstern herumgeht und dich daran hindert, sich selbst zu stellen und den Fortschritt und die Initiative zu ersticken. Ein sechsminütiger visueller und musikalischer Remix von Ibsens Peer Gynt, Norwegischer Folklore, Edvard Griegs Komposition, lähmende Panikattacken und The Great Boyg selbst, der uns alle finden wird.

Peer Gynt: Who are you?
The Boyg: Myself. Can you say the same?
The Boyg is the voice within that whispers go around, preventing you from facing yourself, suffocating progress and initiative. A six minute visual and musical remix of Ibsens Peer Gynt, Norwegian Folklore, Edvard Griegs composition, paralyzing panic attacks and The Great Boyg itself who finds us all.


 

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